Kleinsthäuser im Aegidienviertel


Die denkmalgeschützten Kleinsthäuser in der Düvekenstraße 1-19 gehören der städtischen Grundstücks-Gesellschaft „Trave“. Die Häuser Nr. 7,11+13 sollten nach einigen Jahren des Leerstandes grundlegend saniert werden und wurden in das „Investitionsprogramm nationale Unesco-Welterbestätten“ aufgenommen.

Das Haus Düvekenstraße 7 gehört zu einer 2-geschossigen Fachwerkbudenreihe mit auskragendem Obergeschoss, die um 1490 errichtet wurde. Das historische Tragwerk aus Eiche wurde, wo nötig, repariert und einige Gefache hierfür neu auf gemauert. Der Dachstuhl war nach einem Brand um 1980 bereits erneuert worden, weshalb die Denkmalpflege dem Ausbau des Dachgeschosses zustimmte. Während der Bauarbeiten wurde ein Gewölbekeller entdeckt und in die Nutzung einbezogen. Die historischen Fenster wurden erhalten, aufgearbeitet und mit isolierverglasten Winterfenstern versehen. Auf zwei Türen fanden sich Malereien des 16.Jahrhunderts, die mit Mitteln der Denkmalpflege restauriert werden konnten.

Die Häuser Düvekenstraße 11+13 sind 1 - geschossig und liegen unter einem Dach-/stuhl mit dem ehemaligen Hospital des St. Annen-Klosters (dendrochronologisch datiert um 1474) und sind nur etwa drei Meter tief. Im Erdgeschoss gibt es jeweils eine Diele mit Küche, die Dornse sowie ein neues Bad. Das Dachgeschoss dient als Schlafraum. Die unterschiedliche historische Ausstattung der Häuser, wie die bemalte Treppe und die Stuckdecke in Haus 11 oder die Esse in Haus 13 wurden erhalten und aufgearbeitet. Die Farbigkeit der Fassade wurde nach historischem Befund wieder hergestellt.

Der individuelle Charakter der Häuser wurde durch die Sanierung gewahrt und unterstützt. Die Häuser sind zwar klein, aber gut nutzbar!


Bauherr:

Grundstücks-Gesellschaft „Trave“ mbH

Fertigstellung:

April 2011

Nutzfläche:

76m², 32 m² und 33m²

Leistungen:

LP 1-8

Planungspartner

Ing. Büro Back, Statik

und Beteiligte:

Stefan Lorenz, verformungsgetreues Aufmaß
Eileen Wulff, restauratorische Arbeiten