Gerberhaus in der Hundestraße


Das Giebelhaus Hundestraße 68 wurde 1312 erstmals urkundlich erwähnt. Es wurde seit dieser Zeit bis in das 19.JH von Lohgerbern bewohnt, die dort auch ihr Handwerk betrieben. Aus dieser Zeit erhalten sind die gemeinsamen mittelalterlichen Brandwände mit den Nachbarbauten sowie die aus dem späten 13. JH stammende Fassade mit spitzbogiger Hochblend-Gliederung. Das eichene Dachtragwerk, die Balkenlagen und die hofseitige Fachwerkfassade stammen aus der Mitte des 16. JH. Das Gebäude ist in die Denkmalliste der Hansestadt Lübeck eingetragen.


Die Straßenfassade war im EG überformt und wurde anhand historischer Fotos rekonstruiert. Die Hoffassade war ebenfalls verändert und das Fachwerk stark geschädigt. Es wurde repariert, tlw. rekonstruiert, das EG mit einem großen Glaselement neu gestaltet. Ein im 19. JH abgetragener Seitenflügel wurde neu errichtet. Die alten Eichenbalken wurden repariert und prägen als sichtbare Konstruktion den Charakter des Hauses. Die Decken wurde durch eine Holz-Beton-Verbundkonstruktion ertüchtigt.


Statt der vorgefundenen 7 Schlichtwohnungen wurden zwei großzügige Wohnungen geschaffen (170 + 110 m²). Neue Elemente wie z.B. die Treppen wurden modern gestaltet und sind als „neue Zutaten“ ablesbar. Der Hof wurde streng und modern gestaltet.


Bauherr: C. Rüdig-Back
Fertigstellung: Dez. 2006
WFL+NFL: 285 m²
Baukosten: 550.000 € (KG 300+400)
Leistungen ISR: Lphs. 1-9
Planungspartner: Ing. Büro Cornelius Back
Gunnar ter Balk, Landschaftsarchitekt