Helen-Keller-Schule in Wahlstedt


Das Gebäude der ehemaligen Realschule und jetzigen Helen-Keller-Schule (Grund- und Förderschule) wurde in 3 Bauabschnitten errichtet. Der 1. und 2. Bauabschnitt wurden 1968/ 1972 in Holzelementbauweise der Firma Okal erstellt. Das gesamte Gebäude ist eingeschossig mit Flachdach ausgebildet.

In den Gebäudeteilen aus Holzelementen fiel seit Jahren ein unangenehmer Geruch auf. Als Ursache hierfür wurden chemische Prozesse in den Außenwänden und Decken identifiziert. Bei Auftreten von Feuchtigkeit wird in der äußeren Beplankung / Spanplatte der Außenbauteile das PCP aus den Holzbauteilen in die geruchsintensiven Chloranisole umgewandelt. Die „geruchstechnische“ Sanierung ging einher mit einer energetischen Sanierung auf EneV-Neubaustandard: Außenwand mit Vorsatzschale als Holzrahmenkonstruktion + Zellulose-Dämmung, Dächer mit Gefälledämmung oder Keilsparren + Zellulosedämmung.

Zur Anpassung der Räume an die neue Nutzung wurden lediglich kleine Umbaumaßnahmen vorgenommen. Darüber hinaus wurde das Gebäude im Inneren „aufgefrischt“ und technisch aufgerüstet (z.B. Datenkabel und PC-Anschlüsse, Einbau von Außenwand-Lüftern mit integriertem Wärmetauscher, neue Türen, neue Sanitärausstattung).


Bauherr: Stadt Wahlstedt, Kreis Segeberg
Baubeginn: Oktober 2009
Fertigstellung: August 2010
Nutzfläche: 2400 m²
Baukosten: 1.800.000 € (KG 300 + 400)
Leistungen: Gutachten zur energetischen Sanierung und Lph. 4-9
Planungspartner: Ing. Büro C. Back